Handyortung istgleich wunderbar!

Das moderne Handy eignet sich längst nicht mehr ausschließlich zum Telefonieren. Das Smartphone, wie das umgangssprachlich als Handy bezeichnete Mobiltelefon in der Gegenwart eigentlich heißt, ist ein multifunktionales Gerät und man muss es nicht einmal benutzen. Für manche Zwecke reicht es vollkommen aus, das Handy nur dabei und eingeschaltet zu haben. Das ist etwa bei der Handyortung der Fall. Als Handybesitzer ist man dank seines Mobilfunkgerätes überall auffindbar. Das mag jetzt manchen etwas erschrecken, allerdings hat es auch Vorteile, wenn man sich zum Beispiel in einer Gefahrensituation befindet. Das Smartphone hat sich für viele Menschen bereits als Lebensretter herausgestellt. Allerdings wird dann die Handyortung von den Rettungskräften beziehungsweise der Polizei durchgeführt. Mit der privat durchgeführten Handyortung hat das allgemein wenig zu tun. Jene strebt man zumeist aus völlig anderen Gründen und manchmal auch zum Spaß an.

Für die Handyortung bedarf es einer entsprechenden Software. Ferner muss das im Mittelpunkt der Ortung stehende Handy bestimmte technische Voraussetzungen erfüllen. Zu guter Letzt ist auch die Handyortung selber an gewisse Vorgaben geknüpft. Man merkt, dass die Handyortung einer guten Vorbereitung bedarf. Das beginnt bereits bei der Auswahl des Anbieters. Derartige sind inzwischen zahlreich am Markt vertreten. Ihr Leistungsangebot ist ebenso vielfältig wie die Zahl der Anbieter selbst. Bei der näheren Beschäftigung mit den unterschiedlichen Dienstleistern fällt auf, dass Handyortung nicht gleich Handyortung ist. Besonders die weiter angebotenen Leistungen weichen stark voneinander ab. Zudem kommt ein gewisser Kostenaspekt hinzu.

Oftmals wird die Handyortung als kostenlos angeboten. Ein solches Angebot ist aber nicht realisierbar. Zwar werden einige Leistungen kostenlos sein, aber nicht das Gesamtpaket der Handyortung. Der Grund dafür ist schnell erklärt: Die erforderliche technische Ausrüstung ist nicht unbedingt billig. Hinzu kommt der Verwaltungsaufwand für die Kundendaten. Ohne Nutzungsgebühren ist dies nicht finanzierbar. Wann solche anfallen, entscheidet der Anbieter. Manche stellen die benötigte Software kostenlos zur Verfügung, andere wiederum fordern dafür eine Zahlung ein. Desweiteren kann bereits bei der Anmeldung eine Gebühr fällig werden, während die Ortung des Handys umsonst ist. Die Konstellationen für die Erhebung von Kosten sind überaus unterschiedlich. Das kann man für sich nutzen und darauf aufbauend eine Entscheidung für einen Anbieter treffen. Durch die variierenden Leistungsangebote lässt sich die Handyortung abgestimmt auf den eigenen Bedarf wählen. Möchte man etwa regelmäßig den Aufenthaltsort seines Sohnes oder seiner Tochter über das Handy herausbekommen, macht es wenig Sinn, einen Anbieter zu wählen, wo man nur eine Ortung pro Monat frei hat, während man für alle anderen zahlen muss. Ist das Handy dagegen mal wieder unauffindbar und man will nur wissen, wo man es liegenlassen hat, dürfte es egal sein, ob man für eine weitere Ortung etwas zahlen muss oder nicht.

Wichtig ist in dem Zusammenhang auch die rechtliche Seite der Handyortung. Wie oben erwähnt, werden an die Nutzung der Handyortung gleichfalls persönliche Voraussetzungen gestellt. Die Lokalisierung eines mobilen Telefons, welches nicht das eigene ist, unterliegt gesetzlichen Vorgaben, über welche ein seriöser Anbieter auf seiner Internetseite informiert, und zwar bevor sich der potentielle Nutzer angemeldet hat. Auch wird oftmals der Ruf des Missbrauchs angesichts der Möglichkeit der Handyortung laut. Die geltenden Gesetze sind allerdings in dieser Hinsicht äußerst streng.

Die kostenlose Handyortung ist nicht immer kostenlos

Die Handyortung ist eine Dienstleistung, die heute ebenfalls von Privatpersonen und Unternehmen in Anspruch genommen wird. Eigentlich kann jeder, der über einen Internetanschluss verfügt, die Handyortung nutzen, doch bei genauerem Hinschauen ist es dann doch nicht ganz so einfach. Zuerst einmal ist eine spezielle Software erforderlich, die der gewählte Anbieter im Allgemeinen über sein Internetportal zum Download bereitstellt. Der Download kann kostenpflichtig oder kostenlos sein.

Das ist bei der Handyortung ein überaus wichtiger Punkt. Fast immer wird mit einer kostenlosen Handyortung geworben, was oft auch zutrifft, allerdings bezieht sich dies in den meisten Fällen lediglich auf die Ortung des Mobilfunkgeräts und nicht auf die darüberhinausgehenden Leistungen. Da wäre etwa die Registrierung zu nennen, die durchaus mit Kosten verbunden sein kann, oder mehr als eine Ortung innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Daher sollte jedes Angebot zuerst eingehend geprüft werden, bevor man sich dafür entscheidet.

Gründe für eine Handyortung gibt es viele. Abgesehen von der Nutzung der hier gegebenen Möglichkeiten durch Rettungskräfte und Polizei, wenn es um das Auffinden einer vermissten oder hilfebedürftigen Person geht, sind Privatpersonen an der Ortung eines Handys bei Diebstahl, bei Argwohn gegenüber dem Partner oder bei dem Aufpassen auf die Kinder interessiert. In diesen Situationen kommt die Handyortung gerade recht. Eine schnellere Variante gibt es kaum, um den Aufenthaltsort des Mobiltelefons beziehungsweise von Personen in Erfahrung zu bringen. Heutzutage gibt es kaum jemanden, der das Haus ohne ein Handy verlässt. Somit bleibt man im Grunde genommen immer auffindbar.

Zwei Arten der Handyortung sind geläufig. Einerseits gibt es die GSM-Ortung. Diese Ortungsmethode gelingt mit jedem Handy. Voraussetzung dafür ist nur, dass das Gerät eingeschaltet und im Mobilfunknetz eingewählt ist. Die Ortung über GSM ist nicht die beste Variante zum Auffinden eines Handys. Ihre Genauigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählt unter anderem die Netzverfügbarkeit. Gerät man in ein sogenanntes Funkloch und das Handy hat keinen Empfang mehr, sprich ist nicht mehr mit dem Mobilfunknetz verbunden, können auch keine Daten vom aktuellen Standort des Handys übermittelt werden. Jetzt sind nur noch die Koordinaten vorhanden, die beim letzten Netzempfang verfügbar waren. Nichtsdestotrotz schränken die Daten einer GSM-Ortung den Radius im Falle einer Suche ein, eine genaue Angabe, wo das Handy nun tatsächlich ist, erhält man nicht, weshalb die GSM-Ortung bei der privaten Handyortung kaum zum Einsatz kommt. Hier vertraut man lieber auf die Exaktheit des GPS-Systems, das seine Daten aus einem global angelegten Satellitennetz bezieht.

Wie akkurat die Handyortung via GPS ist, lässt sich leicht an der Funktionsweise eines Navigationsgerätes erklären. Wer ein solches nutzt, war bestimmt schon häufiger über die genaue Standortwiedergabe erstaunt. Bis auf wenige Meter Abweichung geben diese Geräte den Aufenthaltsort an. Selbst bei etwas schnellerer Fahrt kommt es kaum zu Differenzen. Das gleiche System macht die Ortung eines Handys möglich. Die mit GPS festgestellten Koordinaten sind genau und geben überaus präzise wieder, wo das Mobiltelefon gerade ist. Damit dürfte der Erfolg der Handyortung sichergestellt sein.

Um noch ein Wort bezüglich eines eventuellen Missbrauchs der Handyortung zu verlieren, soll gesagt sein, dass die in Deutschland diesbezüglich geltenden Gesetze überaus streng sind, was das Risiko eines Missbrauchs auf Null schrumpfen lässt.

Handyortung für das Fassen von Autodieben nur bedingt nutzbar

Die Möglichkeiten der Handyortung sind in der heutigen Zeit enorm. Da fast jeder Mensch ein Handy mit sich führt, könnte man das Mobiltelefon doch problemlos zum Überführen von Straftätern wie Autodieben nutzen. Allerdings stehen die geltenden gesetzlichen Regelungen dem im Wege. Es wäre kein Problem, ein gestohlenes Auto über ein darin befindliches Handy aufzuspüren und das Fahrzeug mitsamt dem Dieb an einer geeigneten Stelle zu stoppen. Leider lässt die Rechtslage aber genau das nicht zu.

So geschehen Mitte Dezember in Dresden. Ein Audi im Wert von 20.000 Euro wechselte dort unfreiwillig den Besitzer. Als sich der rechtmäßige Eigentümer gerade bei der Polizei befand, um den Diebstahl anzuzeigen, erhielt er dank einer im Auto verbauten, dualen Sim-Karte eine Willkommens-SMS eines polnischen Netzanbieters. Das Fahrzeug hatte also just in diesem Augenblick die Grenze nach Polen überquert. Jetzt strengten die ermittelnden Beamten zwar Bemühungen an, um den genauen Aufenthaltsort des Handys über eine Handyortung in Erfahrung zu bringen und Einsatzkräfte vor Ort zum Platz des Geschehens zu lotsen, jedoch waren weder Polizei noch Landeskriminalamt zu einem Tätigwerden bereit. Stattdessen verwiesen sie den Autobesitzer trotz dessen Zustimmung zu einer Handyortung an den Mobilfunkbetreiber.

Mangelnde Absprache oder eine Ermittlungspanne steckten nicht hinter diesem Vorgehen, wohl aber die richtige Verhaltensweise nach den geltenden Gesetzen. Eine Handyortung bedarf nämlich einer Beantragung durch die Polizei bei der Staatanwaltschaft und der Zustimmung eines Richters. Zudem wird sie auch nur in schwerwiegenden Fällen wie Mord oder einem Sexualdelikt genehmigt. Schnelles Handeln Fehlanzeige und das obwohl die Zahl der Autodiebstähle gerade im grenznahen Bereich zu Polen und Tschechien im Jahr 2012 enorm angestiegen ist. Trotz der vorhandenen technischen Möglichkeiten werden die Langfinder aber dort auch künftig keine Angst vor einer schnellen Festnahme wegen einer Handyortung haben müssen.

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